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    Hochgradig recyclingfähige Verpackungen – das verlangt nicht nur der umweltbewusste Verbraucher, sondern dies ist auch ein Ziel des Verpackungsgesetzes (VerpackG). Stellt sich für die Industrie die Frage: Wie recyclingfähig sind meine Verpackungen?

    Mit unserer anerkannten Prüfmethode 4Recycling, basierend auf dem jeweils aktuell geltenden Mindeststandard der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister, finden wir das heraus.

    Warum ist eine Prüfung der Recyclingfähigkeit Ihrer Verpackungen sinnvoll?

    4 Gründe.

    1. Eigenes Ökologiebewusstsein:

    Je recyclingfähiger das von Ihnen verwendete Material, desto mehr tragen Sie zum Umwelt- und Klimaschutz bei.

    2. Umweltbewusste Verbraucher:

    Immer mehr umweltbewusste Verbraucher interessieren sich für hochgradig recyclingfähige Verpackungen und sind auch laut Umfragen bereit mehr Geld dafür zu investieren.

    3. Das Verpackungsgesetz setzt Ziele:

    Um das Ziel des VerpackG zu erfüllen, bedarf es Verpackungen, die dem von der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) und dem Umweltbundesamt (BMU) definierten Mindeststandard der Recyclingfähigkeit entsprechen.

    4. Der Handel geht voran:

    Insbesondere bei Eigenmarken gehen die Händler mit gutem Beispiel voran. So haben große Teile des Handels das Verpackungsmaterial bereits deutlich reduziert und sich das Ziel von vollständig recyclingfähigen Verpackungen gesetzt.

    Was fordert das VerpackG konkret hinsichtlich der Recyclingfähigkeit?

    Das deutsche VerpackG gibt auf nationaler Ebene konkrete Ziele bis zum Jahr 2022 für materialspezifische Verwertungsquoten vor. Als ein Treiber zur Einhaltung dieser Zielquoten gilt ein möglichst recyclingfähiges Verpackungsdesign. Diese Forderung gliedert sich ein in eine Reihe von Maßnahmen der EU, um die Mengen an Kunststoffabfällen zu lenken. Zum Beispiel die „Plastiksteuer“ von 80 Cent pro kg nicht recyceltem Plastik (je EU-Staat) ab 2021. Somit wird es für Unternehmen zunehmend wichtiger, auf die recyclingfähige Verpackungsgestaltung zu achten.

     

    Möchten Sie wissen, ob Ihre Verpackungen gemäß den Anforderungen des VerpackG recyclingfähig sind und welche Optimierungen die Recyclingfähigkeit verbessern können?

    Was sind die Mindestkriterien zur Bemessung der Recyclingfähigkeit?

    Zur Ermittlung des für ein Recycling verfügbaren Wertstoffgehaltes sind mindestens die drei nachfolgenden Anforderungen zu prüfen und zu berücksichtigen:

    Infrastruktur

    Eine Sortier- und Verwertungsinfrastruktur für ein hochwertiges werkstoffliches Recycling für diese Verpackung muss vorhanden sein.

    Sortierbarkeit und Trennbarkeit

    Die Verpackung muss bezüglich des hochwertig zu verwertenden Anteils sortierbar sein, und die Verpackungskomponenten müssen soweit für ein hochwertiges werkstoffliches Recycling erforderlich trennbar sein.

    Recyclingunverträglichkeiten

    Keine der Verpackungskomponenten bzw. im Verpackungsmaterial enthaltenen Stoffe dürfen Recyclingunverträglichkeiten darstellen, die den Verwertungserfolg in der Praxis verhindern könnten.
    Sind für eine Verpackung diese Anforderungen erfüllt, bestimmt der für ein Recycling verfügbare Wertstoffgehalt (bezogen auf die Gesamtverpackung) die maximale Recyclingfähigkeit.

    In 4 Schritten zur recyclingfähigen Verpackung

    Wir analysieren Ihre systembeteiligungspflichtigen Verpackungen und entwickeln Verbesserungsvorschläge für ein zukunftsorientiertes Verpackungsdesign. Noventiz bietet mit 4Recycling eine modulare Lösung zur Bewertung und Optimierung der Recyclingfähigkeit an.

    NOVENTIZ – IHR ENTSORGUNGSDIENSTLEISTER

    Ob systembeteiligungspflichtige Verpackungen, Transportverpackungen, Standortentsorgung, Elektroschrott oder Batterien – Noventiz ist für alle Rücknahme- und Entsorgungsfragen der richtige Ansprechpartner. Noventiz erfüllt maßgeschneidert die Bedürfnisse von Kunden, die Abfälle entsorgen müssen.

    Hier 4Recycling Angebot anfordern

    Nachgefragt

    Interview mit Prüfer und Zertifizierer Dipl.- Ing. Thomas Staudt, von SRE GmbH. Thomas Staudt ist seit über 25 Jahren in der Materialbewertung und der Entsorgungsbranche tätig und ist einer der Prüfer von 4Recycling.

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    Herr Staudt, wie kann man eine Recyclingfähigkeit feststellen?

    Um die Recyclingfähigkeit bewerten zu können, brauchen wir detaillierte Informationen über die Zusammensetzung der Verpackungsmaterialien. Diese Informationen entnehmen wir dem Datenblatt der Verpackung und einem Verpackungsmuster, das uns der Kunde zusendet. Nehmen wir als Beispiel einen Kunststoffbecher mit einer Papierbanderole. Hier stellt sich die Frage: Wie hoch ist welcher Anteil in Prozent? Bei der Bemessung der Recyclingfähigkeit systembeteiligungspflichtiger Verpackungen orientieren wir uns strikt am Mindeststandard der Zentralen Stelle (§ 21 Abs. 3 VerpackG), der jährlich überarbeitet und neu veröffentlicht wird.

    Wie läuft eine Bewertung in der Praxis ab?

    Der Kunde sendet der Noventiz bequem über ein Online-Portal das Datenblatt, in dem die Verpackungsspezifikationen aufgeführt sind. Nachdem wir dann die Leerverpackung erhalten haben, fangen wir mit der Prüfung und Testierung der Verpackungen an. Dabei gilt immer die Berücksichtigung des jeweils zum Zeitpunkt der Bewertung gültigen Mindeststandard der zentralen Stelle. Nach der Ermittlung des Grades der Recyclingfähigkeit stellen wir ein Zertifikat aus, das 5 Jahre gültig ist. In einem nächsten Schritt kann der Kunde die Optimierung der Verpackung beauftragen. Wir legen großen Wert auf eine verlässliche Bewertung, die die Realität widerspiegelt. Deshalb möchten wir die Verpackung in Händen halten und persönlich in Augenschein nehmen. Nur dann kann man abschätzen, wie sich die Verpackung zum Beispiel in einer Sortieranlage verhalten würde. Eine reine Online- Überprüfung hat meiner Meinung nach nicht den gleichen Wert, bzw. die gleiche Aussagekraft.

    Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um die Recyclingfähigkeit messen zu können? Welche Anforderungen muss eine recyclingfähige Verpackung erfüllen?

    Es müssen eine Reihe von Faktoren erfüllt sein:

    1. Infrastruktur: Besteht eine Infrastruktur für die Sortierung einer Verpackung? Oder sind Merkmale vorhanden, die eine Verwertung stören, wie z. B: Silikonkartuschen bei bestimmten Kunststoffen? Dies wird anhand von bestehenden Spezifikationen überprüft. Passt eine Verpackung in eine Spezifikation, kann sie problemlos sortiert werden.

    2. A Sortierbarkeit: Ist die Verpackung mittels optischer Sensoren in der Sortieranlage sortierbar, z.B. mittels Infrarottechnik? Klar ist, dass Kunststoffarten, PPK und Verbunde, Getränkekartons, Glas, Papier und Holz sortierbar sind. Bei Verpackungen, die nicht eindeutig sind, machen wir in unserem Test-Labor für optische Sortierungen spezifische Versuche.

    2. B Trennbarkeit: Eine Trennbarkeit der Materialien, bzw. ihrer Komponenten in der Verwertung muss gegeben sein. Entscheidende Kriterien sind hier etwa die Dichte von polyolefinischen Kunststoffen oder die Nassfestigkeit von Papierverpackungen.

    3. Unverträglichkeiten: Es dürfen keine Materialkombinationen oder Substanzen zum Einsatz kommen, die einen Verwertungserfolg verhindern können. Beispiel: Polyethylen Verpackung mit einer PVC-Beschichtung.

    Wie wird der Grad der Recyclingfähigkeit genau ermittelt?

    Der genaue Grad der Recyclingfähigkeit wird über die Verteilung der einzelnen Komponenten in der Verpackung und über den Hauptwertstoffanteil ermittelt, der, abhängig von der vorgegebenen Verwertungsstruktur, die Recyclingfähigkeit bestimmt.

    Welche Tipps haben Sie für Unternehmen: Was sollte schon beim Verpackungsdesign beachtet werden? Was erleichtert das Recycling einer Verpackung?

    Optimales Recycling beginnt bereits bei der Entwicklung von Verpackungen. Deshalb ist es wichtig, sich von Beginn an auch schon Gedanken über das Recycling der Verpackungen zu machen. Das wichtigste ist, dass man möglichst wenig unterschiedliche Materialien in einer Verpackung vereint. Je sortenreiner eine Verpackung ist, desto idealer ist es für das Recycling. Und dann muss man sich immer die Frage stellen: Ist eine Verwertbarkeit in bestehenden Verwertungswegen gegeben? Siehe Kriterien zu Recyclingfähigkeit.

    Vielen Dank für das Gespräch Herr Staudt!

    Das sagen unsere Kunden über 4Recycling

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    „Die 4Recycling Bewertung und Zertifizierung unserer Verpackungen verlief schnell und reibungslos. Im Gegensatz zu einer Bewertung durch ein Online-Tool, fühlen wir uns durch das fachmännische Knowhow eines Zertifizierers auf der sicheren Seite. Hochwertige Arbeit trifft qualitative Verpackungslösungen. Wir sind sehr zufrieden.“

    Folke Poggenburg, ECO°COOL GmbH
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    „Mithilfe der konkreten Handlungsempfehlungen von Noventiz gestalten wir zukunftsorientierte recyclingfähige Verpackungen. Die Zusammenarbeit ist professionell und angenehm.“

    Karsten Storck, Froneri Ice Cream Deutschland GmbH

    Fragen und Antworten

    Verpackungen sind so herzustellen und zu vertreiben, dass Verpackungsvolumen und -masse auf ein Mindestmaß begrenzt werden und die Wiederverwendung oder Verarbeitung möglich ist. Zuerst sind die im Vergleich zur Verpackungsverordnung erheblich höheren Quoten zu nennen. Bezüglich der werkstofflichen Kunststoffverwertung ein Plus von 75 % und dies bei gesunkener Eignung der Kunststoffverpackungen zum Recycling.

    1. Eine Infrastruktur für die Sortierung einer Verpackung muss gegeben sein.
    2. Die Verpackung muss bezüglich des hochwertig zu verwertendem Anteil sortierbar sein, und die Verpackungskomponenten müssen soweit für ein hochwertiges werkstoffliches Recycling erforderlich trennbar sein.
    3. Keine der Verpackungskomponenten bzw. im Verpackungsmaterial enthaltenen Stoffe dürfen Recyclingunverträglichkeiten darstellen, die den Verwertungserfolg in der Praxis verhindern könnten.

    Der Kunde sendet der Noventiz bequem über ein Online-Portal das Datenblatt, in dem die Verpackungsspezifikationen aufgeführt sind. Nach Erhalt der Leerverpackung beginnt die Prüfung und Testierung. Dabei gilt immer die Berücksichtigung des jeweils zum Zeitpunkt der Bewertung gültigen Mindeststandards der Zentralen Stelle. Nach der Ermittlung des Grades der Recyclingfähigkeit wird ein Zertifikat ausgestellt, das 5 Jahre gültig ist. In einem nächsten Schritt kann die Optimierung der Verpackung beauftragt werden.

    Die Bemessung der Recyclingfähigkeit von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen orientiert sich am Mindeststandard der Zentralen Stelle, der jährlich überarbeitet und neu veröffentlicht wird. Grundlage für die Bewertung ist die zum Zeitpunkt der Prüfung gültige Fassung des Mindeststandards.

    Unsere Bewertung bezieht sich auf die in Deutschland vorhandene Infrastruktur. Jedes Land verfügt über unterschiedliche Erfassungs-, Sortier-, und Verwertungssysteme. Wenn eine ähnliche Infrastruktur besteht, kann davon ausgegangen werden, dass unser Ergebnis auch dort gültig ist.

    Ein Zertifikat ist mindestens für den Zeitraum von 2 Jahren nach Ausstellung gültig. Das Zertifikat verliert jedoch seine Gültigkeit bei qualitativer oder quantitativer Änderung der ursprünglich testierten Verpackungskomponenten.

    Gesamtverpackung:

    Es handelt sich um die unbefüllte Verpackung als Ganzes, inklusive aller zugehörigen Verpackungskomponenten wie Etiketten, Siegelfolien, Deckel und Verschlüsse, Klebstoffapplikationen etc. Eine Bemessung der Recyclingfähigkeit auf Basis einzelner Verpackungskomponenten infolge einer theoretischen Zerlegung der Verpackung ist unzulässig. Eine Ausnahme bilden Kombinationsverpackungen.

    Kombinationsverpackung:

    Kombinationsverpackungen sind mehrteilige Verkaufsverpackungen bestehend aus unterschiedlichen Materialien, die händisch trennbar sind.

    Nach der Bewertung besteht auf Basis einer Markennutzung die Möglichkeit unser „Approved4Recycling“-Siegel mit der auf dem Zertifikat ausgewiesenen Recyclingquote auf der Verpackung zu nutzen.

    4Recycling
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